Suiziderhebung

Zentrale Erhebung von Kliniksuiziden und -suizidversuchen

Psychiatrische Kliniken im deutschsprachigen Raum sind aufgerufen, dieses Projekt durch Eingabe ihrer Daten zu unterstützen.

Hintergrund und Ziele

Im Rahmen des BMG-Forschungsprojektes „Suizidprävention in psychiatrischen Kliniken“ ist es erstmalig gelungen, ein zentrales, webbasiertes Erhebungsinstrument für Kliniksuizide und -suizidversuche in deutschsprachigen Ländern zu entwickeln. Die Bedeutung verlässlicher Datenbanken wird auch durch die WHO betont: „Die Messung (oder nicht erfolgende Messung) des Erfolgs von Bemühungen zur Reduzierung von Suiziden und Suizidversuchen oder die Auswirkung von Suiziden auf die Gesellschaft im Allgemeinen erfordert den Zugang zu reliablen und validen Daten“ (WHO, 2014). Aktuell hat das Land Sachsen die Förderung des Projektes bis Ende 2022 übernommen.

Das Werner-Felber-Institut versteht sich als Dienstleister für die Suizidforschung. Die anonym erhobenen Daten werden entsprechend strengster Datenschutzauflagen vom Werner-Felber-Institut verwaltet und der Suizidforschung nach Bestätigung durch das Kuratorium zur Verfügung gestellt (siehe Download SOP Datenmanagement und SOP Publikationen unten). Das Projekt wurde der Ethikkommission der Sächsischen Landesärztekammer zur Prüfung vorgelegt. Diese befürwortet die Studie. Ethische oder berufsrechtliche Bedenken bestehen nicht.

Die Dateneingabe der Kliniken ist freiwillig. Wir sind also in hohem Maße auf die Beteiligung von Kliniken angewiesen, die ihre Daten in den Online-Fragebogen einpflegen. Wir sind für jede Beteiligung dankbar, da sie einen wertvollen Beitrag zur Suizidforschung darstellt.
Kliniken erhalten Zugang zu Ihren eingepflegten Daten und können im Sinne der Suizidprävention einzelne Auswertungsfragen einreichen (siehe SOP Klinikinterne Fragestellungen).

Weitere Informationen zur Kliniksuiziderhebung finden Sie im gleichnamigen Download unten. Dort steht Ihnen auch ein Anmeldungsformular für die Beteiligung an der Erhebung zur Verfügung. Gerne können Sie sich bei Fragen auch direkt an uns wenden:

Kontakt:

Katharina König
suiziddatenbank @ felberinstitut.de
+49 (0) 351 3092 2143

Die Maßnahme wir mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes