Zertifizierung

BAULICHE SUIZIDPRÄVENTION IN PSYCHIATRISCHEN KLINIKEN

Das Zertifizierungsverfahren wurde von Frau Dr.-Ing. Nadine Glasow mit Unterstützung der Arbeitsgruppe „Bauwerke und Umwelt“ des Nationalen Suizidpräventionsprogrammes für Deutschland (NaSPro) entwickelt. Ziel der Zertifizierungen ist es, Kliniken eine möglichst umfassende Analyse der baulichen Gegebenheiten im Hinblick auf die Suizidprävention zu bieten und praxisnahe Empfehlungen zur Optimierung auszusprechen. Neben restriktiven Aspekten werden auch atmosphärische Belange berücksichtigt.

Im Rahmen eines BMG-Forschungsprojektes „Suizidprävention in psychiatrischen Kliniken“ (11/2017 – 10/2020) am Werner-Felber-Institut für Suizidprävention und interdisziplinäre Forschung im Gesundheitswesen e.V. (WFI) wurde das Zertifizierungsverfahren unter Leitung von Frau Dr.-Ing. Nadine Glasow in seinen Prozessen optimiert, getestet, evaluiert und in Bezug auf Verständlichkeit und Praxisnutzen angepasst.

Zudem wurde am WFI eine interdisziplinäre Erhebung von Kliniksuiziden in Deutschland etabliert. Die Daten werden für den Zertifizierungsprozess genutzt, um immer genauere Prognosen für die Nutzung von Bauelementen für suizidale Handlungen zu erstellen. Auf Grundlage der Kliniksuiziddaten werden die einzelnen Bauelemente entsprechend ihrer Relevanz für die bauliche Prävention bewertet und in ein Ampelsystem eingeordnet.



Das Werner-Felber-Institut e.V. ist die Zertifizierungsstelle. Universalraum stellt die Auditoren. Weiterführende Informationen zum wissenschaftlichen Hintergrund, der Vorgehensweise sowie den eingeschlossenen Leistungen finden Sie im Auditleitfaden (Download).

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Dr. Glasow auch persönlich zur Verfügung: glasow@felberinstitut.de.