HEYLiFE

Workshops zu psychischer Gesundheit für Schüler:innen

Ziel dieses Projektes ist die Steigerung von Wissen über psychische Belastungen und Suizidalität bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, über professionelle (regionale) Hilfsangebote aufzuklären und Barrieren in der Versorgung von suizidgefährdeten Personen überwinden zu helfen. Dabei wird Schüler:innen im Alter von 14 bis 18 Jahren an Mittel-/Ober-/Fachoberschulen, Gymnasien und Berufsschulen ein Präventionsprogramm basierend auf den Erfahrungen aus dem NeSuD-Programm angeboten. Gemeinsam wird über Themen wie Ursachen von Stress gesprochen und es werden hilfreiche, nicht schädigende Umgangsformen mit Belastungssituationen erlernt. Konkret wird zudem erarbeitet, woran man erkennt, dass jemand Hilfe benötigt. Weiterhin wird in angeleiteten Rollenspielen geübt, wie man reagieren kann, wenn eine Person Zeichen psychischer Belastung zeigt. Das Programm wird durch zwei geschulte Trainer:innen direkt an den Schulen durchgeführt und nimmt 180 Minuten in Anspruch.

Kontaktieren Sie uns unter schulen@felberinstitut.de für weitere Informationen.

Workshops für pädagogisch Handelnde

Lehrer:innen und Sozialarbeiter:innen in der Schule sind mitunter die wichtigsten Ansprechpersonen für junge Menschen in psychischer Not. Unser Workshop „Umgang mit Suizidalität bei Schüler:innen“ möchte pädagogisch Handelnde darin bestärken, suizidale Schüler:innen fachgerecht und menschlich zu unterstützen. Der Workshop besteht aus zwei 90-minütigen Einheiten für Lehrer:innen, Sozialarbeiter:innen und verwandte Berufe. Im Workshop informieren wir über Risikofaktoren und Warnzeichen von Suizidalität bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, hierbei werden auch gesetzliche Bestimmungen sowie Hilfsmöglichkeiten thematisiert. In praktischen Übungen möchten wir darüber hinaus Gesprächstechniken vermitteln. Hinzu kommt ein vertiefendes Zusatzmodul (90 min) für Sozialarbeiter:innen, in dem wir Schulen dabei unterstützen, einen Handlungsleitfaden für den Umgang mit Suizidalität in der eigenen Schule zu entwerfen.

Aktuell wird der Workshop auf seine Wirksamkeit hin evaluiert. Die Evaluation erfolgt im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Studie im Raum Dresden (Laufzeit: April 2022 bis Dezember 2022). Sind Sie Schuldirektor:in, Lehrkraft oder Sozialarbeiter:in im Raum Dresden und möchten gern unseren Workshop an Ihrer Schule durchführen?

Kontaktieren Sie uns unter grosselli@felberinstitut.de für weitere Informationen.

Hilfeportal und Netzwerkarbeit

Im Rahmen von HEYLiFE – Netzwerk für Suizidprävention in Sachsen hat es sich das Werner Felber Institut zur Aufgabe gemacht, ein Hilfeportal aufzubauen, in dem Betroffene, Angehörige und Hinterbliebene unkompliziert Informationen zu regionalen Hilfsangeboten im Land Sachsen finden können. Die Etablierung des Hilfeportals für den Raum Dresden wurde bereits 2021 realisiert. Das Portal wird nun schrittweise auf den Raum Sachsen erweitert.

Des Weiteren möchte wir zur Vernetzung der bereits tätigen Akteur:innen in Beratung, Akutversorgung, Therapie, Nachsorge, Trauerbegleitung, Weiterbildung u.ä. beitragen und deren gemeinsames Anliegen der Suizidprävention fördern. Suizidalität ist ein komplexes Phänomen und umfasst gesellschaftlich-kulturelle, individuell-psychologische und biologische Aspekte. Suizid und Suizidalität berühren u. a. Philosophie, Religionswissenschaften, Rechtswissenschaften, Soziologie, Literaturwissenschaften, Medienwissenschaften, Pädagogik, Psychologie, Medizin, Biologie und Neurowissenschaften. Suizidprävention ist daher nur interdisziplinär unter Beteiligung aller betroffenen Berufsgruppen sowie auch Laien möglich.

Hier geht’s zum Hilfeportal für Sachsen: www.suizidpraevention-sachsen.de


Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.