RegAS – Register für assistierte Suizide

Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum assistierten Suizid 2020, nehmen Anfragen nach Suizidassistenz und durchgeführte assistierte Suizide in Deutschland kontinuierlich zu. Bisher gibt es aber keine dauerhafte, systematische und differenzierte nationale Dokumentation dazu. Dies wird allerdings unter anderem in der Nationalen Suizidpräventionsstrategie des Bundesgesundheitsministeriums gefordert.

Um Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Praxis assistierter Suizide zu sichern, sowie zur Stärkung der Suizidprävention, ist die Entwicklung eines bundesweiten, strukturierten Registers zur Erfassung möglichst umfassender Informationen zu durchgeführten assistierten Suiziden unerlässlich. Da Forschungen zeigen, dass sich die soziodemografischen Merkmale von Personen, die assistierte Suizide begehen wesentlich von „herkömmlichen“ Suizident:innen unterscheiden, ist ein solches Register auch sinnvoll um spezifische Risikogruppen zu identifizieren, aber auch um Trends und Veränderungen beschreiben und darauf reagieren zu können.

Mit dem Projekt RegAS soll in Zusammenarbeit mit führenden, palliativmedizinischen Einrichtungen und Vertretern:innen der Suizidprävention in Deutschland ein umfassendes und ethisch vertretbares Register zur Erfassung und Analyse assistierter Suizide gestaltet werden. Das Werner-Felber-Institut arbeitet hierfür mit Gruppen der LMU München, des Universitätsklinikums Köln, des Universitätsklinikums Düsseldorf und der Deutschen Akademie für Suizidprävention zusammen.

Aktueller Fördezeitraum: 01.09.2025 bis 29.02.2028
Förderungmittelgeber: Bundesministerium für Gesundheit
Ansprechpartner: Jonas Wifek, Maria Meinhardt
Kontakt: wifek@felberinstitut.de, meinhardt@felberinstitut.de,